Trotz Bewährungsstrafe in Urlaub fahren – darf man das?

Wenn jemand eine Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt bekommen hat, kann er oder sie während der Bewährungszeit in Urlaub fahren und Deutschland verlassen?

Sollten eine Freiheitsstrafe auf Bewährung ausgesetzt sein, beträgt die Bewährungszeit in der Regel zwischen 2 und 5 Jahren. Das Gericht setzt die tatsächliche Länge der Bewährungszeit fest und das abhängig von den Umständen des einzelnen Falles.
Grundsätzlich darf man während der Bewährungszeit ins Ausland gehen. Eine Bewährungsstrafe steht dem Urlaub nicht zwangsläufig im Weg. Entscheidend ist hier vielmehr, das Land in das die Reise gehen soll. Dies hängt vom dem Land und dessen Einreisebestimmungen ab.

Beachtenswert ist jedoch, dass die vom Gericht gegebenen Auflagen und Weisungen erfüllt werden, wie zum Beispiel sich regelmäßig bei Gericht vorzustellen, einen eventuellen Wohnsitzwechsel anzugeben. Das Gericht kann aber auch Anordnungen über den Aufenthaltsort treffen und somit vorschreiben wo sich derjenige aufzuhalten hat.
Diese Anordnungen sind zwingend und müssen eingehalten werden, andernfalls wird die Bewährung ausgesetzt werden.

Ein geplanter Urlaub kann also erfolgen und zwar sowohl im Inland als auch im Ausland. Er muss auch nicht dem Gericht gemeldet werden, ein Umzug allerdings schon. Der Umzug ist dem Bewährungshelfer mitzuteilen, denn eine Einladung oder Aufforderung zum Gespräch muss den Verurteilten jederzeit erreichen können. Auflagen dürfen wegen einem Urlaub nicht vernachlässigt werden, sie stehen an erster Stelle.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Der Autor/Die Autorin des Artikels:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here