Was ist das Besondere an Dijon Senf? – Erklärung

Senfsorten gibt es viele. Sie alle haben die Gemeinsamkeit, dass sie aus weißen, braunen, gelben oder schwarzen Senfkörnern, hergestellt werden. Die unterschiedlichen Sorten ergeben sich aus der Körnung, den Zutaten und ob Essig beigefügt wird. Doch was steckt dahinter, was den Dijon Senf so einzigartig macht?

Das macht den Dijon Senf besonders

Bei der Herstellung von Dijon Senf gibt es einige Unterschiede zu anderen Senfsorten. Anders als bei den anderen Sorten, werden die Senfkörner nicht entölt. Dadurch bleibt die volle Schärfe und das Aroma erhalten. Es dürfen ausschließlich nur schwarze und braune Senfkörner gemahlen werden. Dazu kommt noch, dass kein Essighinzugegeben wird, sondern Verjus, Saft aus unreifen Trauben. Durch eine spezielle Methode werden die Senfkörner entschält, dabei kommen sie in eine Schleuder mit feinen Löcher. Ist der Herstellungsprozess vollzogen, dann hat man Senf in einem hellgelben Farbton, der scharf und salzig zu gleich ist. Durch die besondere Konsistenz wird er gerne zum Würzen von Grillfleisch herangezogen. Wenn in Rezepten Senfpaste benötigt wird, dann wird meist nach Dijon Senf verlangt. Er ist einfach am geeignetsten.

Original Rezept und keine Herkunftsbezeichnung

Der Stadt Dijon verdankt diese Senfsorte seinen Namen. Angeblich soll die Rezeptur dafür dort im 13. Jahrhundert entstanden sein. 1937 brach ein Rechtsstreit zwischen Senfherstellern aus Paris und Dijon aus. Ab diesem Zeitpunkt war der Begriff „Dijon Senf“, oder wie man ihn im Französischen betitelt „Moutarde de Dijon“ keine geschütze Herkunftsbezeichnung mehr. Jetzt konnten sich auch andere Hersteller dem Rezept zu eigen machen. Aufgrund der großen Konkurenz schlossen 2009 die letzten Fabriken von Dijon Senf ihre Türen.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Der Autor/Die Autorin des Artikels:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here