Was ist ein Genozid? – Definition & Erklärung

Genozid ist ein anderes Wort für Völkermord. Der Begriff bildet sich aus dem griechischen Wort genos, was soviel heißt wie Rasse, Herkunft, Geschlecht und Volk und aus dem lateinischen Wort caedere, was übersetzt heißt morden oder metzeln.

Definition von Völkermord

Unter dem Begriff ist das Auslöschen oder nur einen Teil einer nationalen, religiösen, ethnischen oder rassischen Gruppe.

1948 wurde es in den Strafbestand im Völkerstrafrecht durch die Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes der Vereinten Nationen aufgenommen.

Dabei ist es nicht nur das Morden an sich, schon alleine die Absicht oder körperliche Schädigungen fallen unter den Strafbestand des Völkermordes. Die Straftaten müssen willentlich begangen werden, mit der Absicht einer Gruppe Schaden zuzufügen oder zu vernichten, ansonsten gilt es nicht als Völkermord. Sobald mit der Absicht nur einer Person der Gruppe Leid zugefügt wurde, wird es schon als Völkermord angesehen.

Das Zufügen von seelischem Leid einer ganzen Gruppe, die Unterwerfung, Maßnahmen, die ergriffen werden um Geburten zu verhindern, fallen ebenfalls unter Völkermord.

Ein weiterer Aspekt ist die zwangsweise Überführung von Kindern von einer in eine andere Gruppe.

Die Täter sind meist ein Staat, ein Regime oder eine Partei mit politischem oder ideologischem Hintergrund.

Der Holocaust als Genozid

Ein Genozid, den sehr berühmt ist und dem fast jedem bekannt ist, war der Holocaust. Bei dem wurde ein großer Teil, eine ethnische und auch religiöse Gruppe, die Juden zwischen 1941 und 1945, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, ausgelöscht.

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