WCDMA oder GSM – was ist besser?

Um zu verhindern, dass sich die Vielzahl der Mobilfunkgeräte in einem Netz gegenseitig stören, werden unterschiedliche Verfahren verwendet, die einzelnen Geräte auseinander halten zu können. Das einfachste der Verfahren wurde bereits beim analogen Radio eingesetzt. Die einzelnen Sender sind auf verschiedene Frequenzen aufgeteilt. Um also einen speziellen Sender zu hören, wird er einfach über seine Empfangsfrequenz angesteuert. Dieses Verfahren hat den Nachteil, der Frequenzmultiplex heißt: Man benötigt hierbei für jede Frequenz nur einen Sender. Eine Basisstation,welche mehrere Handys bedient, müsste demnach für jedes Gerät getrennte Sende- und Empfangsteile (Transceiver) bereit halten. Das ist nicht nur aufwändig, sondern auch sehr teuer.

Das GSM-Netz

Der Zeitmultiplex wird in erster Reihe im GSM-Netz (TDMA – Time Division Multiple Access) eingesetzt. Bei dieser Technologie senden auf einer bestimmten Frequenz die verschiedenen Geräte hintereinander. Jedes Gerät bekommt für die eigene Daten- bzw. Sprachübertragung einen bestimmten sehr kurzen Zeitspann zur Verfügung gestellt. Beispielsweise: Überträgt ein Sender Daten in 1/100 Sekunden Zeitschlitzen, dann werden in dieser Zeit Daten zum Handy Nr.1 übertragen. Die nächste 1/100 Sek. ist dann Handy 2 an der Reihe usw. Nach ca. einer Reihe von fünf bis acht Handys beginnt eine neue Runde, damit jedes der Handys mehrmals pro Sekunde versorgt werden kann.

Das UMTS-Netz

UMTS allerdings basiert auf dem WCDMA-Verfahren (Wideband Code Division Multiple Access). Es unterscheidet sich deutlich vom bisher bekannten Zeitmultiplex-Verfahren. Jedes Handy in dem Sendegebiet einer Basisstation bekommt von dieser einen eigenen Code zugeteilt. Mit diesem Code kann das Handy alle für es selbst bestimmten Nutzdaten aus dem gesamten Datenstrom herausfiltern. Analog erhalten alle Handys unterschiedliche Codes, um auch ihre Daten an die Basisstation Daten zurück zu senden. Wie bei der GPRS Technologie teilen sich alle Teilnehmer automatisch die gesamte Bandbreite einer
Funkzelle die zur Verfügung steht. Damit kann die Übertragungsgeschwindigkeit erhöht werden und alle Netzressourcen werden optimal genutzt. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist: Der einzelneTeilnehmer ist tatsächlich immer online. Nachteil dieses Verfahrens ist: Die maximal mögliche Übertragungsrate sinkt proportional mit dem Abstand den das Handys zum Funkmast hat und sinkt auch mit der Geschwindigkeit, mit der sich das betreffende Handy bewegt, beispielsweise in einem Auto oder dem Zug.

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